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Titel

Klapotetz (slow. klopótec = klappern)

Der Klapotetz (steirisch auch die Klapotetz genannt) ist ein typisches Wahrzeichen des südsteirischen Weinlandes.
Diese ursprüngliche Vogelscheuche besteht aus einem Windrad mit Welle und Klöppeln und soll durch ihr melodisches Geklapper die Vögel in der Zeit der Traubenreife von den Weingärten fernhalten.
Die Klapotetz wird traditionell zu Jakobi (25. Juli) aufgestellt und zu Allerheiligen (01. Novembert) oder Martini (11. November) abgebaut.
In Österreich besteht das typische Windrad in der Regel aus acht Flügeln, in Slowenien aus sechs. Vier Holzarten werden zur Herstellung eines „echten“ Klapotetz benötigt:

  • Fichte, Tanne oder Lärche für die Flügel
  • Buchenholz für die Klöppel
  • Esche oder Kastanie für den Block
  • Kirschbaumholz ist als Schlagbrett unerlässlich, da nur dieses Material schrille Töne erzeugt.

Am hinteren Ende werden oft Birkenbuschen als Windfahne und Gegengewicht angebracht.


Der Klapotetz wurde schon 1797 in einer Handschrift erwähnt. Aus dem Jahr 1832 gibt es eine bildliche Darstellung eines Schlosses bei Cilli mit einem Klapotetz und auch Erzherzog Johann besaß 1836 auf seinem Weingut in Pickern einen Klapotetz.

Weltrekord

Wie sollte es anders sein: Der größte Klapotetz mit 16 m Höhe steht am Demmerkogel inmitten des südsteirischen Weinlandes und ist dem Hl. Jakob geweiht. In 200 Arbeitsstunden wurde diese
In 200 Arbeitsstunden wurde dieser Gigant erbaut.
Das Schlagwerk mit Windrad hat 3,4 t, der Eichenholzstamm 2,6 t, eine Klachel 40 kg. Die acht Klöppel sind aus Akazienholz gefertigt, das Klangwerk aus Kirschholz und die Buschen aus Eichenzweigen, da diese langlebiger und stabiler sind.

Demmerkogel Klapotetz

www.suedsteirische-toskana.com